18. August 2014

Beerdigungskosten: Diese Kosten können Sie von der Steuer absetzen

Hinterbliebene können Beerdigungskosten unter Umständen von der Steuer absetzen. Der Fiskus hilft, wenn Beerdigungen mehr kosten, als die Hinterbliebenen erben. Sollten Sie also nach dem Tod eines Verwandten die Schulden erben, lindert diese steuerliche Regelung ihre finanzielle Situation, da der Fiskus die Differenz zwischen dem geringen Erbe und den Beerdigungskosten als außergewöhnliche Belastung wertet.

Allerdings können Kosten nicht in unbegrenzter Höhe angeben werden: Die Angemessenheitsgrenze für die Kosten einer Beerdigung legt das Finanzamt im Regelfall bei 7.500 Euro fest. Zusätzlich bestimmen natürlich individuelle Faktoren wie das Gehalt, der Familienstand und die Anzahl der Kinder, in welcher Höhe die Beerdigungskosten von der Steuer des Erben absetzbar sind. Die sogenannte zumutbare Belastung bemisst der Fiskus mit ein bis sieben Prozent des jeweiligen Einkommens.

Steuererklärung: Diese Beerdigungskosten sind absetzbar

Zu den absetzbaren Kosten zählen insbesondere Aufwendungen für die eigentliche Bestattung (Sarg, Bestattungsinstitut, Blumenschmuck, Gebühren, Todesanzeigen usw.), Kosten für die Grabstätte bzw. des Grabsteins  sowie die Erfüllung von bestimmten Nachlassverbindlichkeiten.

Nicht absetzbar sind „mittelbare“ Aufwendungen wie z.B. Trauerkleidung, Bewirtung der Trauergäste, Reisekosten, Kosten der Grabpflege oder die Notarkosten zur Testamentseröffnung.

Unser Tipp: Prüfen Sie genau, was sie erben und welche Leistungen sie von Versicherungen, dem Arbeitgeber des Verstorbenen und Behörden erwarten können. Besteht zum Beispiel eine Sterbegeldversicherung, werden durch diese bereits alle Kosten für die Beerdigung abgefangen. Hier profitieren die Erben von der frühzeitigen Vorsorge durch den Versicherten.